80.000 Quadratmeter – so groß ist die Wasserfläche der fünf Speicherbecken beim Heringer Ortsteil Bengendorf. Benötigt werden sie als Puffer für die Halden- und Produktionsabwässer der Kaliindustrie, denn die Entsorgungswege für das salzhaltige Wasser stehen nicht immer in ausreichendem Umfang zur Verfügung.
Den ältesten und nach wie vor wichtigsten Entsorgungsweg für Salzabwasser ist die Einleitung in Flüsse. Um die Lebensbedingungen für Wasserorganismen nicht über Gebühr zu beeinträchtigen, kommt es allerdings darauf an, die Salzbelastung möglichst niedrig und – fast noch wichtiger – möglichst konstant zu halten. Bei Niedrigwasser können demnach nur kleine Mengen des Abwassers in den Fluss geleitet werden – bei hohen Pegelständen entsprechend größere. Bezüglich der Obergrenzen gelten gesetzlich festgelegte Vorgaben, die immer weiter abgesenkt werden.
Die Produktion jedoch folgt nicht den Pegelständen sondern den Regeln von Angebot und Nachfrage. Damit sie nicht gedrosselt werden muss, wenn rege Nachfrage herrscht, muss das entstehende Abwasser zwischengelagert werden. Zu diesem Zweck wurden bei Bengendorf in der Jahren 2014 bis 2017 Speicherbecken mit einem Gesamtvolumen von 270.000 Kubikmetern geschaffen.
Kategorie | geoOrt |
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Bogenbrücke am Anschlussgleis Schacht Heringen Entfernung: 1.01 km von Speicherbecken bei Bengendorf | |
Die Werratalbahn (Überblick) Entfernung: 1.14 km von Speicherbecken bei Bengendorf | |
Zentralwerkstatt und Ausbildungswerkstatt Entfernung: 1.44 km von Speicherbecken bei Bengendorf | |
Schachtanlage Heringen Entfernung: 1.44 km von Speicherbecken bei Bengendorf | |
Direktorenvillen Kaliwerk Wintershall Entfernung: 1.54 km von Speicherbecken bei Bengendorf |
Das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen (Werra) dokumentiert die Geschichte und Gegenwart des seit 100 Jahren wichtigsten deutschen Kaliabbaugebiets auf beiden Seiten der hessisch-thüringischen Landesgrenze an der mittleren Werra. Der Ende des 19. Jahrhunderts beginnende Kalibergbau prägt die Region maßgeblich bis auf den heutigen Tag und ist nach wie vor der mit weitem Abstand größte Arbeitgeber.